Die Sehn-Sucht nach dem Frühlingserwachen

Wenn erst einmal das neue Jahr begonnen hat und der Alltag wieder greift, so wird mir immer wieder gewahr - es ist noch nicht vorbei.

Januar und Februar sind befrachtet mit dem Kampf gegen die Kälte, die - was mich persönlich betrifft - einer meiner schlimmsten Feinde ist. Das zunächst leise dann immer drängendere Verlangen nach Wärme nistet sich ein und manch kalter und windiger Tag ruft Unwillen hervor, diesen überhaupt anzunehmen.

Irgendwie bin ich einfach im falschen Land geboren, zumal mir überhaupt ein Gefühl von Heimat oder Zuhause fehlt, ich keinen rechten Platz finde.

Was mir neben Geborgenheit und Zugehörigkeit ganz besonders fehlt ist Licht und Wärme. Ich spüre richtig, wie alles an und in meinem Körper nach eben diesen Elementen lechzt und hungert, so lange diese Nahrung nicht verfügbar ist.

Für flüchtige Momente hilft da das Sonnenstudio, doch alles in allem ist es ein Tropfen auf den heißen Stein und eben nur Surrogat. Lebensenergie weckt es kaum.

Mit dem Winter verliert mein Erleben an Farbe und Freude - mit dem Frühling wird mir dies wieder gegeben.

Der erste Vogel hat mir schon sein Lied gesungen, die Hyazinthen erfüllen meinen Wohnraum mit süßlichem Duft und auch die Natur erwacht langsam aus dem Winterschlaf.

Aber da ist der wütende Wind, die Kälte, die mir aus allen Ecken und Fluchten entgegenspringt und gegen die selbst die Decken, derer ich mittlerweile eine ganze Reihe und in verschiedenen Farben habe und die sich überall verteilt finden, sehr wenig.

Sie sitzt tief innen, selbst in Haarwurzeln, diese beißende Kälte und hat sich festgefressen, so daß ich wie vereist mich fühle. Trost finde ich immer wieder bei den Bildern, in mir und jenen, die ich aufgenommen - mitgenommen als Geschenk des Lebens an uns - voller Pracht, Schönheit und Leben.

Vielleicht empfinden Sie ähnlich wie ich und haben selbst Bilder, die Ihnen etwas bedeuten und geben. Auf dieser Seite findet sich Raum dafür. Schicken Sie uns einfach Fotos oder vielleicht auch ein Gedicht, einen Aphorismus, die/das/den Sie mit anderen teilen wollen. Gemeinsam können wir auf diese Weise auf den Frühling warten.